
Dr. Norbert Rollinger ist Präsident des GDV. Jörg Asmussen ist
Hauptgeschäftsführer des GDV. Sie luden am 15.10. zum GDV TransVer Day 2026 ins Futurium in Berlin-Mitte ein.

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) ist die Dachorganisation der Versicherer in Deutschland. Die Mitglieder sorgen für umfassenden Risikoschutz und Vorsorge in allen Bereichen des privaten & öffentlichen Lebens. Versicherungen machen Risiken kalkulierbar und sind ein Fundament für wirtschaftliches Handeln.
Für die Versicherungswirtschaft gehen Wachstum und Nachhaltigkeit langfristig Hand in Hand. Mit nachhaltigen Innovationen tragen Versicherungen zur Zukunftsfähigkeit von Wirtschaft, Infrastruktur und Gemeinschaften bei. Fünf Jahre nach der Verabschiedung der GDV-Nachhaltigkeitsroadmap standen auf dem TransVer Day 2026 praktische Einblicke in den Zusammenhang von nachhaltiger Transformation und Innovation im Fokus.
Dr. Norbert Rollinger und Jörg Asmussen konnten im Futurium hochkarätige Referenten begrüßen. Da sind beispielsweise zu nennen: Rita Schwarzelühr-Sutter (SPD). Sie ist Staatssekretärin beim Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Ebenso Referentin war die CDU-Bundestagsabgeordnete Elisabeth Winkelmeier-Becker. Sie ist Vorsitzende vom „Parlamentarischen Beirat für nachhaltige Entwicklung und Zukunftsfragen, Bundestagsfraktion CDU/CSU“. Sie war von 2019 bis 2021 Parlamentarische Staatssekretärin im Bundeswirtschaftsministerium. Barbara Gessler sprach auch beimGDV TransVer Day 2026. Sie ist Leiterin der Vertretung der Europäischen Kommission in Berlin.

Rita Schwarzelühr-Sutter betonte: „Klimapolitik ist losgelöst von Ideologie“.
Elisabeth Winkelmeier-Becker erklärte: „Die Stimme der GDV ist sehr wichtig. Deshalb bin ich zu Ihnen gekommen“.

Der CO₂-Fußabdruck der Kapitalanlagen deutscher Versicherer ist erneut zurückgegangen. Im Jahr 2025 lag der Wert bei 44 Tonnen CO₂ je investierter Million Euro, nach 47 Tonnen im Vorjahr und 61 Tonnen im Jahr 2023.
Jörg Asmussen sagte: „Der CO₂-Fußabdruck unserer Kapitalanlagen ist innerhalb von zwei Jahren um fast 28 Prozent gesunken. Das zeigt, dass die Portfolios sich verändern. Insgesamt haben Nachhaltigkeit und Klimaschutz leider politisch an Bedeutung verloren, obwohl die Fakten eine klare Sprache sprechen. Die Anpassung an die Folgen des Klimawandels wird vielerorts schneller zur dringenden Aufgabe, als lange angenommen wurde. Eine zögerliche Klimapolitik können wir uns nicht mehr leisten.”

(Foto: Volker Neef)
Grundlage der Erhebung des GDVs zum CO₂-Fußabdruck sind Kapitalanlagen in Höhe von 363,3 Milliarden Euro. An der Umfrage zum Nachhaltigkeitsbericht haben Erstversicherer teilgenommen, die zusammen 72 Prozent der Bruttobeitragseinnahmen abdecken. Gleichzeitig investieren Versicherer verstärkt in Wind- und Solaranlagen. Die Zahl der finanzierten Projekte ist auf 1.691 gestiegen (Vorjahr: 1.391). Der daraus anteilig erzeugte Strom stieg auf rund 24,3 Milliarden Kilowattstunden. Das entspricht etwa 18 Prozent des jährlichen Stromverbrauchs der deutschen Privathaushalte.
Mit Kapitalanlagen von rund 1,9 Billionen Euro ist die Versicherungswirtschaft der größte institutionelle Investor in Deutschland.
Text/Foto: Volker Neef


