Seit einigen Jahren erfreuen sich sowohl Escape Rooms als auch Krimi Dinner steigender Beliebtheit. Mit „Mord auf der Hinterbühne“ wurde in Koblenz ein Theatererlebnis geschaffen, dass Interaktivität, Detektivarbeit, Puppenspiel und großartiges Theater miteinander verbindet.

Mit der SOKO Shakespeare kleinen Verbrechern auf der Spur
Wer in Koblenz ein Theaterticket für das Stück „SOKO Shakespeare – Mord auf der Hinterbühne“ erwirbt, hat vermutlich bereits eine Ahnung, dass hier kein gewöhnliches Theaterstück auf dem Programm steht. Allein der Untertitel „Ein interaktiver Puppentheater-Escape-Abend“ verrät, dass dies hier ein wenig anders laufen wird. Es beginnt schon mit dem Aufführungsort. Keine Bühne, kein Theaterraum, sondern ein kleiner Versammlungsraum, in der Mitte ein großer Tisch. Daran ist Platz für maximal 20 Zuschauer. Oder besser: Kriminalisten. Dann das werden an diesem Abend alle sein.
Die Moderation übernehmen die drei Kommissare alias Puppenspieler Tanja Linnekogel, Sophia Walther und Tizian Steffen (oder wie in unserem Fall Autor/Regisseur und Direktor Puppentheater Stephan Siegfried selbst). Der Plot: Im Theater sollte ein Stück über die größten Schurken und blutigsten Morde aller Shakespeare-Stücke aufgeführt werden. Doch am Ende der Premiere steht einer der Schauspieler nicht wieder auf. Ein echter Mord ist geschehen, vor den Augen des Publikums. Doch wer hat es getan? Die Polizei steht vor einem Rätsel. Daher hat sie die besten Kriminalisten eingeladen, gemeinsam diesen Fall aufzuklären. Hier kommt nun also das Publikum ins Spiel. Mitarbeit ist gefragt, sonst könnte der Abend etwas länger dauern. Denn wie bei jedem Escape Room, heißt es auch hier: es ist erst vorbei, wenn alle Rätsel gelöst sind. Je nach Zusammensetzung und Aktivität der Gruppe kann dies also recht schnell gehen oder eben nicht.

Auf jeden Fall ist es sehr unterhaltsam und spannend. Die Zeit vergeht wie im Flug. Wer sich besonders einbringen kann, meldet sich zu Beginn des Stücks für eine Sonderaufgabe. Wer lieber etwas im Hintergrund bleiben möchte, kann auch dies tun. So oder so wird es ein ganz besonderer Abend werden, ein Erlebnis, wie man es so schnell nicht wieder finden wird. Danke an Stephan Siegried für diese Idee.
Die nächsten Vorstellungen finden 2027 am 27. April, 4. und 9. Mai statt. Es gibt jeweils nur 20 Karten. Wer dies nicht verpassen will, sollte also schnell sein. Und wer leider keine Karten mehr bekommt, dem sei das Puppentheater Koblenz an sich zu empfehlen, denn dessen Direktor hat noch ein paar andere Ideen auf Lager …
Weitere Infos: https://theater-koblenz.de/soko-shakespeare/
Text: Sabine Ulbrich | Fotos: Arek Głębocki

