Tourismusberufe liegen wieder im Trend

Dresdens Tourismusbranche erlebt 2026 einen erfreulichen Aufschwung bei den Ausbildungsplätzen. Besonders der Kochberuf gewinnt wieder an Attraktivität und wird internationaler und vielfältiger.

Tourismusberufe werden wieder beliebter | Foto: Rene Terp
Symbolbild: Tourismusberufe werden wieder beliebter | Foto: Rene Terp

Tourismusberufe werden wieder beliebter

Die Dresdner Tourismusbranche verzeichnet 2026 einen erfreulich starken Zuspruch bei Ausbildungsplätzen. Eine aktuelle Umfrage des Tourismusverbandes Dresden (TVDD) unter seinen rund 100 Mitgliedsunternehmen zeigt, dass viele Hotels und Gastronomiebetriebe deutlich mehr und zugleich qualitativ gute Bewerbungen erhalten als in den vergangenen Jahren. Besonders erfreulich ist das wieder gestiegene Interesse am Kochberuf, der über Jahre zu den besonders schwer zu besetzenden Ausbildungsberufen zählt

Starkes Interesse an Ausbildungsplätzen

Auch die aktuellen Zahlen der Industrie- und Handelskammer Dresden bestätigen das weiterhin hohe Ausbildungsniveau der Branche. Zum 31. Juli 2026 waren in den Ausbildungsberufen Gastronomie, Hotellerie und Tourismus insgesamt 526 neue Ausbildungsverträge eingetragen. Damit liegt das laufende Ausbildungsjahr zwar unter dem sehr starken Vorjahreswert von 558 Verträgen, aber weiterhin deutlich über den Vergleichszahlen der Jahre 2022 mit 390, 2023 mit 413 und 2024 mit 478 Verträgen. Besonders stark nachgefragt ist der Beruf Koch/Köchin mit aktuell 186 neuen Ausbildungsverträgen. Hinzu kommen unter anderem 135 Verträge für Fachleute für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie, 102 für Hotelfachleute und 29 für Fachkräfte Küche.

Der Kochberuf wird wieder attraktiver

Die beruflichen Möglichkeiten reichen darüber hinaus vom Hotelmanagement und der Systemgastronomie bis zu Tourismus und Freizeit. So bildet beispielsweise das Gewandhaus Dresden in diesem Jahr auch eine Konditorin aus. Nach Einschätzung der Betriebe setzen sich viele Bewerberinnen und Bewerber heute bewusster mit den Berufsbildern auseinander. Zur neuen Attraktivität des Kochberufs könnten auch Kochshows, Streamingformate und soziale Medien beitragen, die Kreativität, handwerkliches Können und die Vielseitigkeit des Berufs vermitteln.

Internationaler Nachwuchs für die Branche

Zugleich wird die Ausbildung in Dresdens Tourismusbranche internationaler. Laute DEHOGA Hauptgeschäftsführer Axel Klein, kommen Bewerberinnen und Bewerber unter anderem aus Vietnam, Nepal, Venezuela, Albanien und der Ukraine und sind für viele Betriebe inzwischen ein wichtiger Bestandteil der Nachwuchs- und Fachkräftesicherung.

„Für uns als Touristiker ist die positive Entwicklung dennoch kein Grund, in den Bemühungen nachzulassen. Gute Ausbildungsbedingungen, intensive Betreuung, Praktika und frühzeitige Berufsorientierung bleiben entscheidend, um das neue Interesse dauerhaft für die Branche zu gewinnen,“ erläutert Sebastian Klink, Vorsitzender des TVDD.

Text: Stephan Trutschler | Foto: Rene Terp / pexels.com

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